Vergangene Ausstellungen

Geschmack

14.01.2010 – 31.10.2010

Zunge und Nase sorgen in unserem Mund für Glücksmomente und Stern- stunden. Umso erstaunlicher, dass viele Menschen ihr Essen gedankenlos reinfuttern und Geschmacks- und Geruchssinn kaum bewusst wahrnehmen. Um diesem Manko abzuhelfen widmet das Mühlerama dem Thema Geschmack seine neue Sonderausstellung. Das Spezielle dabei ist: In der ganzen Ausstellung gibt es nichts zu sehen!

Aus Rohwaren und Gewürzen etwas Leckeres auf den Tisch zu zaubern, das ist die Kunst des Kochens. Gleichzeitig kochen zu Hause immer weniger Menschen. Das „Kochen“ übernimmt heute die Lebensmittelindustrie, deren Produkte die Supermarktregale füllen. Lebensmittelingenieure komponieren aus Aromen, Geschmacksverstärkern, Rohwaren, Stabilisatoren, Konservierungsmitteln usw. ständig neue Fertiggerichte.  

Ist es sinnvoll, Glace aus Pflanzenfett statt aus Rahm herzustellen und dann Rahmaroma beizufügen, nur weil es billiger und länger haltbar ist? Müssen Joghurts unbedingt immer nach Erdbeer oder Vanille schmecken? Ist es zu bedauern, wenn Kindern Dosenananas besser schmeckt als frische Ananas?

Welchen Geschmack wollen wir? Ist Geschmack nur Geschmackssache? Die Ausstellung wird ohne Sehsinn erlebt und ist so auch für Sehbehinderte und blinde Menschen zugänglich. Jede Person erhält einen iPod, der einen auf dem einstündigen Rundgang begleitet. Entlang eines Handlaufs kommen die Besucher an acht Stationen vorbei, wo jeweils über einen speziellen Geschmacksbereich berichtet wird. Gleichzeitig liegen Gegenstände, Geschmacks- und Riechproben zum Erkunden bereit.

Impressum

Ausstellungskuratorinnen

Karin Renold

Franziska Rüttimann

Gesamtleitung

Franziska Rüttimann, Museum Mühlerama

Ausstellungsbau

Andreas Bommer

Gestaltung & Graphik

Carmen Gasser Derungs

Remo Derungs

Alessandra Baggiani

Eliane Huber

Grafik Publikation

Marcel Zwyssler

Text

Franziska Rüttimann

Karin Renold

Tontechnik

Roland Fatzer

Druck

Staffeldruck AG

Gesamtkosten

CHF 77’693.90

Ausstellungskatalog

Franziska Rüttimann, Karin Renold

ISBN 978-3-033-02323-9

Mit der finanziellen Unterstützung von

Paul Schiller Stiftung

Georg und Bertha Schwyzer-Winiker Stiftung

Schweizerischer Blinden- und Sehbehindertenverband

Martha Bock Stiftung

Friedrich und Amalie Meyer-Baumann Stiftung

Buchmann-Kollbrunner Stiftung

Ecopolis Stiftung

Ernst Göhner Stiftung

Hamasil Stiftung

Migros Kulturprozent

Max Ochsner Stiftung Zollikon

Dr. Hans Vontobel

Zürcher Kantonalbank

Alfred und Bertha Zangger-Weber Stiftung