3. Juli 2021 – 13. März 2022

Hunger. Eine Ausstellung über Mangel und Überfluss

Hunger kennen wir alle. Immer wieder überkommt er uns. Er macht uns müde oder gereizt. Was passiert im Körper bei Hunger? Wie fühlt sich ein leerer Magen an? Was bedeutet es satt zu sein? Wenn es die Umstände zulassen, essen wir bis wir voll sind, oft auch darüber hinaus. Doch nicht alle haben diese Möglichkeit. Viele Menschen müssen Hunger als einen permanenten Zustand hinnehmen.

Weltweit leidet jeder zehnte Mensch an chronischem Hunger und jeder Vierte lebt in Ernährungsunsicherheit – er weiss morgens nicht, ob er abends satt sein wird. Vielerorts fehlt ausserdem das Geld für eine ausgewogene Ernährung. Wo Armut herrscht, kämpfen viele gegen Unterernährung, andere jedoch gegen Übergewicht.

Diese Welt der Gegensätze lässt sich in der neuen Ausstellung im Museum Mühlerama erkunden. Der Auftakt bildet die „Hunger Appreciation Station“ der niederländischen Eating-Designerin Marije Vogelzang. Mit aussergewöhnlichen Lautsprechern und einer auditiven Meditation wird der eigene Hunger erforscht.

Die thematisch strukturiere Ausstellung beleuchtet Hunger aus verschiedenen Perspektiven. Sie stellt die neusten wissenschaftlichen Erkenntnisse zu Hunger und Sättigungsmechanismen vor. Sie thematisiert gesellschaftliche und kulturelle Einflüsse auf unser Essverhalten, bespricht freiwilligen Verzicht und verschwenderischem Überfluss. Die Ausstellung beleuchtet zudem politischen Fragen rund um Hunger und Ernährungsunsicherheit. Mit Blick auf die aktuelle Weltlage gibt sie den Besuchenden Denkanstösse und mögliche Lösungen für ein nachhaltigeres Ernährungssystem mit. 

Für weiterführende Beschriebe der einzelnen Kapiteln, dem Veranstaltungsprogramm und aktuellen Blogeinträgen zum Thema besuchen Sie die Website www.hungerausstellung.ch